Palmkernölspeicher

Der Palmkernölspeicher in Berlin-Stralau der Firma Rengert und Co. ist neben den Überresten des Glaswerks und dem Flaschenturm der Engelhardt-Brauerei eines der letzten Industriedenkmäler der Halbinsel Stralau. Er steht im nördlichen Teil Stralaus direkt am Ufer des Rummelsburger Sees und wurde sowohl als Fabrik als auch als Speicher genutzt. Er ist heute das einzige erhaltene Gebäude der Fabrikanlage der ehemaligen Palmkernöl- und Schwefelkohlenstoffabrik Rengert und Co.

Der sechsgeschossige Palmkernölspeicher mit einer Länge von 50 Metern wurde 1883–1885 von dem Architekten Alber Biebendt und dem Bauherrn Robert Paul Rengert erbaut und gilt als typischer Industriebau der Gründerzeit. Zu dem Gebäude gehörte auch ein eigener Schiffsanlegeplatz, der noch heute existiert und überwiegend von Anglern genutzt wird.
Der ehemalige Palmkernölspeicher wurde 1881 errichtet. Die Fabrik diente der Gewinnung von Pflanzenöl aus Palmkernen und weiteren ölhaltigen Samen und Früchten, die besonders für die Herstellung von Margarine von Bedeutung war. Die Rohstoffe wurden aus den ehemaligen deutschen Kolonien in Westafrika importiert.
In Kooperation mit seiner Berliner Kontaktarchitektin Inken Baller hat der niederländische Architekt Herman Hertzberger eine moderne Wohnanlage errichtet, die sich gegenüberstehend viertelkreisförmig um den Palmkernölspeicher legt und einen starken Kontrast zu dem alten Industriegebäude bilde. Der in der Nähe liegende, ehemalige Privatweg mit dem Verlauf von den Straßen Am Speicher und Fischzug über die Bahrfeldtstraße, wurde am 15. Juli 1999 in Palmkernzeile benannt.

Quelle: Wikipedia

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